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10.12.2011

Bäcker nahmen ihre neue Backstube und Verkaufsraum in Betrieb 

Eine Stippvisite von Bäcker- Obermeister Thomas Wegener mit seinen Azubis in das Nachbarland Frankreich brachte die Erkenntnis, dass dort eine erstklassige schulische Betreuung des Bäckernachwuchses erfolgt.
 
Die besuchte Schule in Richemond verfügte über eine ausgezeichnete schulische und maschinelle Ausstattung, die den Besucher vor Neid erblassen ließ.
Das veranlasste Wegener kurzerhand in Hameln die Initiative zu ergreifen, um den Wandel in der Ausbildungsstätte der Elisabeth-Selbert-Schule voranzutreiben. Mit Einverständnis des Landkreises Hameln-Pyrmont als Schulträger erfolgte kurzerhand der Verkauf der 5o Jahre alten Backstubeneinrichtung. Sie wurden durch wenig Gebrauchte Maschinen und Anlagen ersetzt, die dem neuesten Stand der Technik und Wissenschaft entsprechen. Ein Total-Umbau der Backstube krönte den grundlegenden Wandel. Für die bäckerhandwerkliche Ausbildung entstanden ferner ein Verkaufsraum für die angehenden Bäckereiverkäuferinnen und ein neuer Klassensaal.

Den Aufwand von 80.000 Euro stemmten Landkreis, Schule und Bäcker gemeinsam zum Erhalt des Schulstandortes Hameln. Die Bäcker möchten ihn zum „Schulstandort Weserbergland“ aufgewertet wissen. „Wir müssen die jungen Leute in unserer Region halten, wenn wir sie nicht verlieren wollen“ unterstrich Landrat Rüdiger Butte bei der Einweihung der neu geschaffenen Einrichtungen.

„Experten sagen voraus, dass nicht nur die Kunden, sondern auch die Arbeitnehmer bei ihrer Behandlung König sein wollen. Sie erwarten zunehmend eine „lebenswerte Arbeitswelt“, erklärte OM Wilhelm Bente. Akzeptieren wir die Veränderungen und schaffen eine neue Firmenkultur“, lautete seine Aussage. Die Elisabeth-Selbert-Schule mit Oberstudiendirektorin Gisela Grimme und ihrem vorbildlichem Lehrerteam haben sie bereits angenommen.

Die Bäcker-Innung Hameln-Pyrmont zählt zu den aktivsten Verbänden des Handwerks. Sie hat mit der Schaffung optimaler Schulungs- und Prüfungsbedingungen den Fortschritt auf den Weg gebracht. Möge der Landkreis folgen und den „Traum von OSTD Grimme erfüllen, indem er die gesamte Schule renoviert“.