Daltonpädagogik

                                                                                   

Daltonpädagogik an der Elisabeth-Selbert-Schule

Der folgende Film stellt Ihnen die Daltonpädagogik an der Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln vor:

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Woher kommt die Daltonpädagogik?

Entstanden ist das Konzept in der Reformpädagogik der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts durch die amerikanische Reformpädagogin Helen Parkhurst (1887- 1973). Sie entwickelte mit ihrem sog. Dalton-Plan eine Bildungskonzeption , in deren Mittelpunkt das selbständige Lernen steht. (Bezeichnung geht auf Stadt Dalton  im Massachusetts zurück, wo die britische Fachwelt erstmals auf diese Konzeption aufmerksam wurde.

Was ist das Ziel des Daltonunterrichts?

Das Ziel des Daltonunterrichts ist es, dass die Schülerinnen und Schüler nachhaltig, d. h. dauerhaft lernen, indem sie ihren eigenen Lernprozess in die Hand nehmen und selber steuern.
Beim Lernen im Daltonunterricht geht es um Freiheit, Verantwortung, Zusammenarbeit und Selbstständigkeit. Somit ist diese Lernform eine gute Hinführung, die Schülerinnen und Schüler zu einer Bereitschaft für lebenslanges Lernen zu leiten. Diese Schlüsselkompetenz soll in einer beruflichen Ausbildung gezielt gefördert werden.

Wie soll dieses Ziel umgesetzt werden?

Um dieses zu erreichen, arbeiten die Schülerinnen und Schüler aller Klassen der Abteilung Sozialpädagogik an vier Tagen in der Woche ein bis zwei Stunden eigenständig an Aufgaben, die sie von den unterschiedlichsten Lehrkräften bekommen haben.  Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich für diese Zeit auswählen, in welchem der Klassenräume sie arbeiten wollen, welche Aufgabe sie zuerst oder zuletzt erledigen möchten und mit wem oder lieber alleine sie lernen wollen. In jedem dieser Räume steht eine Lehrkraft als Ansprechpartner und Lernbegleiter zur Verfügung. Auch befindet sich in jedem Raum die Möglichkeit, im Internet zu recherchieren.

Welche strukturellen Hilfen gibt es für diese Lernform?


Damit die Schülerinnen und Schüler den Überblick über ihre Aufgaben und Termine nicht verlieren, führen sie einen Lernbegleiter, in dem sie alles eintragen. Gleichzeitig dient dieses Buch auch der Anwesenheitskontrolle, da die jeweilige Lehrkraft des Raumes am Ende der Daltonstunde die Anwesenheit darin abzeichnet. Die Schülerinnen und Schüler werden über den Dalton-Raumplan informiert, welche Lehrkraft in welchem Raum ist. Es gibt zum besseren Verständnis ein festgelegtes Raster für die Daltonaufgaben, an das sich alle Lehrkräfte halten müssen.

Außerdem besteht ein festes Regelwerk für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. Die Räume sind in Arbeits- und Leseräume unterteilt, um den Lernbedürfnissen aller Beteiligten gerecht zu werden.

Gibt es weitere individuelle Lernmöglichkeiten in den Daltonstunden?

Durch diese neue Lernform ergeben sich zusätzlich individuelle Lernmöglichkeiten, die sonst im normalen Unterricht nicht leistbar sind.  So werden den Schülerinnen und Schülern z.B. auf freiwilliger Basis in den Daltonstunden Workshops angeboten. Beliebt sind z. B. Trommel- und Gitarrenkurse, kleine Theaterworkshops oder Übungsangebote wie Prüfungsvorbereitung  in Crashform geboten, Workshops zur Studienvorbereitung und Bewerbungstraining.

Das Konzept der Individualförderung ist in den Daltonstunden integriert. Kurse werden auf Wunsch oder Nachfrage von Schülerinnen und Schülern zur gezielten Förderung angeboten, z. B. in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik.

Welche Besonderheit der Daltonarbeit gibt es in unserer Abteilung Sozialpädagogik?

Ein wichtiger Schwerpunkt ist  die Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler besonders an der Ausgestaltung des Dalton-Unterrichts. Ähnlich wie das Klassensprecheramt gibt es sogenannte Daltonvertreter in jeder Klasse, die sich einmal monatlich mit den zwei beauftragten Lehrkräften treffen

Wie ist die Daltonarbeit koordiniert?


Zwei beauftragte Lehrkräfte sind mit Annette Kessler und Karin Meier-Hoth benannt, die die Organisation des Daltonplans (Schaukasten, Raumpläne) übernehmen. Zu ihren Aufgaben gehören die Durchführung von zwei Studientagen jährlich, die Öffentlichkeitsarbeit, z. B. Daltonfilm, Flyer, Teilnahme an Tagungen, Information von interessierten Schulen. Viel Wert wird auf die Einführung für neue Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler in die Daltonarbeit gelegt.

Wie wird die Daltonarbeit auf ihre Qualität überprüft?

Im Frühjahr 2015 wurde die Daltonarbeit der Abteilung Sozialpädagogik nach vorgegebenen Kriterien der Daltonvereinigung zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung waren die Kooperationspartner aus den sozialpädagogischen Einrichtungen eingebunden. Schulinterne Evaluationen unserer Daltonarbeit finden regelmäßig auf Schüler- und Lehrerebene statt.


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