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27.01.2020

Besuch im Amtsgericht Hameln

Die beiden Werte und Normen-Kurse des Jahrgangs 11 des beruflichen Gymnasiums führen ein Planspiel am Amtsgericht Hameln durch.
 
                               Heute am 27.01.20 hat der WN1 Kurs von Frau Langhorst gemeinsam mit dem WN2 Kurs von Frau Weidemann das Amtsgericht Hameln im Rahmen eines Projektes besucht. Als wir ankamen, mussten wir erst einmal kontrolliert werden und durch ein Metalldetektor, denn Sicherheit spielt eine große Rolle. Um Auseinandersetzungen mit Verletzungen zu vermeiden, darf man beispielsweise keine Waffen, Messer oder Stielkämme im Gericht dabei haben.
In einem Gerichtssaal führte jeweils ein Werte und Normen-Kurs einen Prozess komplett durch, wobei die Teilnehmenden in der Vorbereitung und Durchführung tatkräftig durch Richter und Rechtsanwälte aus Hameln unterstützt wurden.
Als erstes fand der „Strafprozess“ statt, bei dem eine junge Frau beschuldigt wurde, räuberischen Diebstahl begangen zu haben. Es wurden Zeugen eingeladen und es stand Aussage gegen Aussage. Danach hat sich das Gericht zurückgezogen und es wurde ein Urteil gefällt, wie es auch im echten Leben geschieht. Im Planspiel von Frau Weidemann handelte es sich um einen Unfall zwischen einem Fahrradfahrer und einen Autofahrer, wobei der Fahrradfahrer verletzt wurde und sein Fahrrad beschädigt. Bei diesen Prozess handelte es sich um ein Zivilprozess, dementsprechend war die Atmosphäre weniger formal als bei einem Strafprozess und der Kläger kam auch mit dem Angeklagten in eine Diskussion.                              
Zwischen den beiden Prozessen hatten wir die Möglichkeit, uns die Zelle im Amtsgericht anzugucken, welche für Angeklagte aus der U-Haft sind, die zwischen der Ankunft im Amtsgericht und dem Prozessbeginn einen Ort zum Verweilen brauchen. Ein Justizvollzugsbeamter hat uns etwas über seine Arbeit erzählt. Die Zellen sind mit einem Metallbett, einem Gitterfenster und einem kleinen Bad mit Toiletten und Waschbecken ausgestattet. Außerdem sind die Zellen so gebaut, dass die Selbstverletzungsgefahr so gering wir möglich ist. Anders als in anderen Gerichten, werden die Gefangenen hier an den Füßen und nicht an den Händen gefesselt, wenn sie dem Haftrichter vorgeführt werden.
Nach den beiden Prozessen haben wir noch Geschenke an unsere jeweiligen Fachberater verteilt. In diesem Sinne bedanken wir uns noch einmal für die Mühen und den Zeitaufwand, den sie in uns investiert haben. Vor allem bedanken wir uns bei Herrn Dr. Seutemann, der dies Planspiel erst möglich gemacht hat!
An diesem Tag haben wir gelernt, wie ein Tag im Gericht abläuft und haben erlebt, vor welche Schwierigkeiten die Mitarbeiter im Gericht z.B. bei der Urteilsfindung gestellt werden.
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