Fachschule Heilerziehungspflege
Menschen begleiten, verstehen und stärken – das ist die Essenz der Heilerziehungspflege.
Wer Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Freude am Umgang mit Menschen mitbringt, findet hier eine Ausbildung mit Sinn und Zukunft.
Die Heilerziehungspflege verbindet Pädagogik, Psychologie und Pflege zu einem vielseitigen Berufsfeld, das Kopf, Herz und Hand gleichermaßen fordert und fördert.
Heilerziehungspfleger:innen unterstützen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrem Alltag – vom Elementarbereich bis zur Wohneinrichtung – und tragen dazu bei, Selbstständigkeit, Teilhabe und Lebensfreude zu stärken.
Abschluss / Qualifikation:
- Berufsabschluss als Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger („Bachelor Professional in Sozialwesen")
- Hochschulzugangsberechtigung
Dauer:
3 Jahre (an zwei Tagen pro Woche Unterricht, an drei Tagen Praxis)Zugangsvoraussetzungen:
In die Fachschule Heilerziehungspflege kann aufgenommen werden, wer folgende Bedingungen nachweist:1. den Sekundarabschluss I Realschule oder einen anderen gleichwertigen Bildungsstand und
a) den erfolgreichen Besuch der Berufsfachschule -Hauswirtschaft und Pflege- mit dem Schwerpunkt Persönliche Assistenz
b) eine erfolgreich abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung und den Berufsschulabschluss oder einen anderen gleichwertigen Bildungsstand oder
c) das Absolvieren eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in einem für die Heilerziehungspflege einschlägigen Bereich mit der Dauer von 6 und maximal 24 Monaten mit Bescheinigung nach der Durchführung eines an der Schule durchzuführenden Beratungsgesprächs aufweist oder
2. eine Hochschulzugangsberechtigung und ein einschlägiges Praktikum von mindestens 400 Zeitstunden und
seine persönliche Zuverlässigkeit und gesundheitliche Eignung nachweist.
BbS-VO: Verordnung über berufsbildende Schulen Niedersachsen, Hannover, Stand: 02.09.2021
Ausbildungsinhalte & Besonderheiten
Die Ausbildung vermittelt fundierte pädagogische, psychologische und pflegerische Kompetenzen und basiert auf einem ganzheitlichen heilerziehungspflegerischen Berufsverständnis.Sie fördert eine (selbst-)reflexive Beziehungsgestaltung und befähigt zur professionellen Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Assistenzbedarf.
Schwerpunkte:
Entwicklungsbegleitung und AssistenzKommunikation und Beziehungsarbeit
Pflege und Gesundheitsförderung
Persönlichkeitsbildung und Berufsidentität
Heilerziehungspflegerische Profession, Inklusion und Teilhabe
Heilerziehungspflegerische Bedarfsermittlung und Beratung
Gestaltung von Bildungsprozessen
Organisationsentwicklung und Leitung
Heilerziehungspflegerische Analyse von Entwicklungsbedingungen
Methoden:
PsychomotorikMarte Meo
Musikalische Früherziehung
Naturpädagogik
Kommunikationstraining
Gebärdensprache
Erlebnispädagogik
Der Unterricht erfolgt modular in den Bereichen Theorie der Heilerziehungspflege, heilerziehungspflegerisches Handeln sowie Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache/ Kommunikation (Englisch), Mathematik, Politik und Religion.
Ergänzt wird er durch praxisnahe Projekte und europäische Austauschprogramme (Erasmus+) nach Bedarf.
Eigenverantwortliches Lernen wird in besonderem Maße in Form des Daltonunterrichts berücksichtigt, in welchem die Schüler:innen ihren Lernprozess selbst bestimmen. Durch diese neue Lernform ergeben sich zusätzlich individuelle Lernmöglichkeiten, die sonst im normalen Unterricht nicht leistbar sind.
Die Ausbildung umfasst 2.400 Unterrichtsstunden sowie eine praktische Ausbildung von mindestens 1.500 Zeitstunden über drei Ausbildungsjahre.
Praxis & Lernorte:
Die Ausbildung an der Elisabeth-Selbert-Schule kombiniert theoretisches Wissen mit intensiver Praxiserfahrung.An zwei Tagen pro Woche findet der Unterricht an der Schule statt. An den drei weiteren Tagen absolvieren die Schüler:innen ihre praktische Ausbildung in einer Einrichtung der Behinderten- oder Jugendhilfe.
Die Praxiseinsätze können in unterschiedlichen Arbeitsfeldern erfolgen, zum Beispiel in:
- Integrativen und inklusiven Kindertagesstätten
- Förderschulen, Tagesbildungsstätten und inklusiven Schulen
- Tagesförderstätten
- Ambulanten Diensten
- Fördergruppen an Werkstätten für Menschen mit Behinderung
- Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken
- Rehabilitationskrankenhäusern und psychiatrischen Kliniken
- Wohn- und Pflegeheimen, Wohngruppen oder betreutem Wohnen
Durch diese enge Verknüpfung von Schule und Praxis werden die Schüler:innen optimal auf die vielfältigen Aufgaben in der Heilerziehungspflege vorbereitet.
Regelmäßige Einrichtungshospitationen, Vorträge Externer zu besonderen Arbeitsfeldern und Kooperationen mit Einrichtungen im Landkreis sind ebenfalls Teil des schulischen Programms.

Aufnahme & Bewerbung
Bewerbungen sind bis zum 15. März eines jeden Jahres möglich. Wenn Sie nicht mehr schulpflichtig sind, sind in Einzelfällen auch noch spätere Bewerbungen möglich (Nachrückchancen).Ausbildungsbeginn: jeweils nach den Sommerferien
Bewerbungsunterlagen:
Bitte fügen Sie der formlosen schriftlichen Bewerbung folgende Unterlagen bei:
- Anmeldebogen (bei der Schule abholen oder von der Homepage herunterladen)
- Kopie Personalausweis oder Ausweisdokument (Vor- und Rückseite)
- Beglaubigte Fotokopie über den Erwerb des Sekundarabschlusses I- Realschulabschluss-oder den Erwerb eines als gleichwertig anerkannten anderen Bildungsabschlusses
- Ein mit 1,80 € frankierter, an Sie selbst adressierter Rückantwortumschlag (DIN A-5-Format)
- Nachweis eines Praktikumsvertrags über mindestens 12,5 Stunden pro Woche im Arbeitsfeld der Heilerziehungspflege. Ergänzende Arbeitsverträge darüber hinaus können zusätzlich abgeschlossen werden.
Nach Zusendung der Zusage des Schulplatzes ist der Nachweis über den Immunschutz laut Biostoffverordnung (Formular im Sekretariat oder auf der Homepage erhältlich) und ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis notwendig.
Kosten: Die Ausbildung ist schulgeldfrei. Kosten für Bücher, Kopien und Exkursionen fallen zusätzlich an und werden zum Ausbildungsbeginn mitgeteilt.
Schulferien: Für die BBS gelten die Schulferien. Somit sind die Ferientage unterrichtsfrei und gezielt nutzbar für den Arbeitseinsatz im Rahmen der hauptberuflichen Tätigkeit.

Auskunft zu dieser Schulform erteilt:
Frau Hoffmann
E-Mail: s.hoffmann@ess-hameln.de
Telefon: 05151/9378-0
Flyer Fachschule Heilerziehungspflege
Anmeldeformular
Nachweis des Immunschutzes:
Biostoffverordnung
Bewerbungen richten Sie bitte an:
Elisabeth-Selbert-Schule
Abteilung Sozialpädagogik
Langer Wall 2
31785 Hameln
Zitate von Auszubildenden:
„Das Schönste ist zu sehen, wie Menschen durch meine Unterstützung wachsen und selbstständiger werden.“ T., Absolventin„Das Beste an der Ausbildung ist, Menschen im Alltag zu begleiten und Selbstständigkeit Schritt für Schritt wachsen zu sehen.“ – P., Auszubildender
„Das Beste an der Ausbildung ist, wie vielfältig sie ist – Pflege, Pädagogik und Beziehungsgestaltung in einem Beruf.“ – A., Absolventin
„Das Beste an der Ausbildung ist, dass kleine Erfolge riesig werden: ein selbst gekochtes Essen, ein erster Busweg allein.“ – N., Auszubildender
„Das Beste an der Ausbildung ist, dass wir Verantwortung übernehmen und gleichzeitig immer im Team getragen sind.“ – S., Absolventin
„Das Beste an der Ausbildung ist die enge Begleitung. Selbst schwierige Themen werden mit Humor, Fachwissen und Menschlichkeit vermittelt.“ – A., Auszubildende
Das sollten Sie mitbringen:
- Einfühlungsvermögen und Teamgeist
- Verantwortungsbewusstsein und Geduld
- Interesse an pädagogischen und psychologischen Themen
- Freude am Umgang mit Menschen
- Kommunikationsfähigkeit