WIR > Schule der Vielfalt
Wir leben Vielfalt!
In einer Selbstverpflichtung bekennt sich die Elisbeth-Selbert-Schule zu den Werten einer vielfältigen Gesellschaft.
Damit trägt sie den Titel "Schule der Vielfalt* Niedersachsen."
Was ist Schule der Vielfalt*?
SCHULE DER VIELFALT* NDS ist ein landesweites Projekt, welches Schulen darin unterstützt, ihr Schulklima so zu gestalten, dass Diskriminierung und Mobbing aufgrund sexueller Orientierung sowie geschlechtlicher Identität abgebaut werden. Dafür zeichnen wir Schulen mit dem Projektlabel WIR SIND SCHULE DER VIELFALT* NIEDERSACHSEN aus. (entnommen aus der Website Schule-der-Vielfalt)
Weitere Informationen finden Sie HIER
Ausgezeichnet und angespornt: Die ESS ist jetzt „Schule der Vielfalt* Niedersachsen“
Als erste Schule im Landkreis Hameln-Pyrmont wurde die Elisabeth-Selbert-Schule mit der Auszeichnung „Schule der Vielfalt* Niedersachsen geehrt. Die Zertifizierung würdigt das Engagement der Schule für ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander – unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, Religion und - für diese Zertifizierung besonders relevant – geschlechtlicher und sexueller Orientierung.
Den Weg dorthin hat eine ganze Schulgemeinschaft gemeinsam gestaltet. Schüler:innen und Kolleg:innen haben sich dafür eingesetzt, dass Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern als Potential und Bereicherung wahrgenommen wird. Eine tragende Rolle kommt dabei der AG Diversität und Demokratisierung zu, die sich mit großem Engagement für dieses Ziel stark gemacht hat. Über Projekte wie einen Spendenlauf, Diversitätstage, Lesungen, geschlechtersensible Sprache im Schulalltag, Toiletten für alle und mehr wurde das Thema in den Schulalltag integriert – daran wird weitergearbeitet. Die Schule möchte, dass sich alle Schüler:innen gesehen, respektiert und wertgeschätzt fühlen – ganz gleich, wer sie sind. Genau dieser Gedanke steckt auch im Leitsatz der Schule: „Vielfalt in Verantwortung“. Er soll im Schulalltag gelebt werden.
Die feierliche Verleihung der Auszeichnung wurde neben den Schüler:innen der Thibautstraße durch zahlreiche Gäste bereichert: Vertreter:innen des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung Hannover (RLSB), des Niedersächsischen Kultusministeriums (MK), der regionalen Politik sowie aus der Arbeitgeberschaft nahmen an der Veranstaltung teil lernten am Sport- und Erlebnistag zugleich einen vielfältigen, lebendigen Schulstandort kennen. Auch Initiativen für queere Belange und interkulturellen Austausch waren mit dabei – ein Zeichen, wie breit dieser Weg mitgetragen wird.
Schulleiter Björn Ole Lenz stellte zu Beginn einen Satz in den Mittelpunkt:
„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Eigentlich braucht es nicht mehr.“
Denn genau darum gehe es bei einer Schule der Vielfalt: Menschen müssen unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Herkunft, Religion oder persönlicher Geschichte selbstverständlich dazugehören können.
Dass Vielfalt dabei nicht bedeutet, immer einer Meinung zu sein, war an diesem Tag ebenfalls zu erleben. Die Schüler:innen der ESS fragten nach, äußerten ihre Meinung, diskutierten und mischten sich ein.
Die Zeiten, in denen diese Auszeichnung verliehen wird, sind alles andere als selbstverständlich: Gesellschaftlicher Zusammenhalt wird derzeit auf vielfältige Weise auf die Probe gestellt. Umso wichtiger ist es, dass Schulen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Genau hier setzt vielfaltoffene Demokratiebildung an: Sie vermittelt jungen Menschen nicht nur Wissen über demokratische Strukturen, sondern befähigt sie, Vielfalt als selbstverständlichen Teil einer offenen Gesellschaft zu erleben und mitzugestalten. So entsteht eine Grundhaltung, die Demokratie widerstandsfähig macht – gegen Ausgrenzung und Vorurteile.
Mit der Auszeichnung verpflichtet sich die ESS, das Thema Vielfalt dauerhaft im Schulleben zu verankern – durch weitere Projekttage, Fortbildungen, Unterrichtsangebote und die Arbeit der schulischen Gremien. Ziel ist es ein Ort, an dem sich junge Menschen frei entfalten und Demokratie aktiv mitgestalten können. Die AG ist stolz auf diesen Meilenstein und versteht ihn zugleich als Ansporn: Die Auszeichnung ist kein Abschluss, sondern der Auftakt, Demokratie an der Schule weiterhin lebendig zu halten.
Vielfalt zeigt sich nicht auf einer Urkunde.
Sie zeigt sich darin, wie Menschen miteinander umgehen.
Ob jemand dazugehört.
Ob jemand gehört wird.
Und ob junge Menschen erfahren:
Meine Meinung zählt. Ich darf mich einmischen. Und ich darf hier sein, wie ich bin.
Das ist vielleicht der wichtigste Eindruck, den der Tag der Auszeichnung hinterlassen hat.

