Auf dem Weg zur inklusiven Schule

Am 20.03.2012 hat der Niedersächsische Landtag das Gesetz zur Einführung der inklusiven Schule verabschiedet. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung ihren Bedürfnissen gerecht gemeinsam unterrichtet werden.

Erfahrungen in der inklusiven Beschulung von Schülerinnen und Schülern bestehen schon seit vielen Jahren in den Schulformen Berufsvorbereitungsjahr und Berufseinstiegsschule sowie vereinzelt in einigen Berufsfachschulen. Weiterhin kamen durch die Erweiterung des Kooperationsunterrichts auf die KGS Bad Münder ab dem Schuljahr 2013/14 einige inklusiv zu beschulende Schülerinnen und Schüler im 9. Jahrgang hinzu.

Unsere langjährigen positiven Erfahrungen mit der Ausbildung zum Beikoch/ zur Beiköchin, eine Ausbildung mit verminderten Theorieanteil für benachteiligte Jugendliche, helfen uns auf dem Weg zur inklusiven Schule.


Arbeitsgruppe "Inklusive BBS"

In diesem Schuljahr 2016-2017 bildet sich eine Arbeitsgruppe zur "Inklusiven BBS"  um ein zu Konzept entwickeln, damit die Elisabeth-Selbert-Schule die verpflichtende Inklusion spätestens zum Schuljahr 2017-2018 umsetzen kann.

Mit folgenden Fragen möchten wir uns beschäftigen:

- Was ist zu tun, wenn sich ein junger Mensch mit Handicap an der  BBS = Elisabeth-Selbert-Schule anmeldet?
- Welche zusätzlichen Ressourcen stehen zur Verfügung?
- Welche rechtliche Rahmenbedingungen sind zu beachten?
- Wie erfolgt ein Nachteilsausgleich bzw die Leistungsbewertung?
- Wie kann schulinterne Fortbildung für Lehrkräfte initiiert werden?
- Wie werden Fördergutachten erstellt?


Integrationspreis 2017

Im Schuljahr  2016-2017 haben wir den Integrationspreis des Landkreises Hameln-Pyrmont im Bereich der Schulen gewonnen. Hier sehen sie unser Bewerbungsschreiben und den Artikel über die Preisverleihung


Auf dem Weg zur inklusiven Schule gehen wir in kleinen Schritten, Beispiele geben davon die Unterrichtsprojekte, die Sie hier finden.


Gemeinsamer Unterricht

Seit dem Schuljahr 2014 - 2015 beschulen wir junge Flüchtlinge in den Sprachförderklassen. Wir schaffen Sprachanlässe und Begegnungen mit dem gemeinsamen Unterricht von Regelschülern und jungen Menschen ohne Deutschkenntnisse.
In diesem Schuljahr 2016 - 2017 haben Schüler und Schülerinnen im zweiten Ausbildungsjahr der Heilerziehungspflege gemeinsam mit einer Sprachförderklasse Sport, der im Stundenplan fest verankert ist.

Ein weiterer Schritt ist das Ermöglichen von Einzelintegration junger Flüchtlinge in Regelklassen. Wir haben z.B. Sprachförderschüler, die Interessensgebiete haben, die sie im Hinblick auf einer Berufsorientierung weiter ausbauen möchten. So nehmen z.B. Schüler und Schülerinnen stundenweise am EDV-Unterricht, am Mathematikunterricht und am Berufsbezogenen Unterricht in Bildungsgängen der Frisöre und der Gastronomie teil.

Einen neuen Weg gehen wir  mit der einjährigen Berufsfachschule Gastronomie. Dort besteht die Klasse zur Hälfte aus jungen Flüchtlingen, die bereits Deutschkenntnisse an unserer Schule erworben haben. Ziel ist hier, die berufliche Integration im Hinblick auf einem Ausbildungsplatz im Berufsfeld der Gastronomie  zu erreichen.

Im Schuljahr 2017-2018 haben  SprachförderschülerInnen gemeinsam mit den SchülerInnen der Fachoberschule Sport. Über ihre Erfahrungen berichten die beiden Sportlehrkräfte Fr. Bertelmann und Fr. Häusler in einem aktuellen Artikel.

Viele von unseren SprachförderschülerInnen gehen jetzt weiter in die Berufseinstiegsschule, um ihren Hauptschulabschluss zu erlangen. Andere Sprachförderschüler haben direkt eine Ausbildung begonnen. Gemeinsam ist allen, dass sie in Deutsch große Fortschritte machen.


Inklusionsbeauftragte

Zuständig für Inklusion ist  Heike von der Fecht
Abteilung Heilpädagogik und therapeutische Berufe
Standort: Langer Wall
05151 / 9378-0 oder 9378-83
E-Mail: vdf@ess-lw.de


Forum Inklusion


Im Landkreis Hameln-Pyrmont gibt es fünf Jahren das Forum Inklusion, dort ist die Elisabeth-Selbert-Schule mit Fr. v. d. Fecht vertreten.

Das Forum Inklusion bietet Menschen aus vielen Gesellschaftsfeldern die Möglichkeit ihre Stimme für die Inklusion einzusetzen und so Anregungen zur inklusiven Wandlung der Gesellschaft zu geben. Zahlreiche Veranstaltungen und Fortbildungen setzten sich mit dem Thema Inklusion auseinander und wollen dies weiterhin tun.



Netzwerk Inklusion

Das Netzwerk Inklusion Hameln besteht seit 2015, erste Schritte zur Zusammenarbeit sind initiiert.  Einzelne Veranstaltungen wurden von uns unterstützt - in diesem Sinne geht es voran.  Siehe Netzwerk Inklusion Hameln