Fachschule Sozialpädagogik (Erzieher:in; auch als berufsbegleitende Teilzeitausbildung)
Wer sich gerne an Entwicklungs- und Bildungsprozessen beteiligt und im Team arbeitet, ist hier genau richtig!
Die Tätigkeit als Erzieher:in ist besonders, weil sie eine gesellschaftlich wichtige und erfüllende Aufgabe darstellt. Die wertschätzende Begleitung und individuelle Förderung vielfältiger Zielgruppen machen diesen Bildungsgang außergewöhnlich.
Das Arbeitsfeld erstreckt sich von der Arbeit mit Kindern, über Jugendliche bis hin zu jungen Erwachsenen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
Abschluss/Qualifikation:
- Berufsabschluss als Staatlich anerkannte Erzieherin (Bachelor Professional in Sozialwesen)/
Staatlich anerkannter Erzieher (Bachelor Professional in Sozialwesen) - Hochschulzugangsberechtigung
Dauer:
- 2 Jahre als vollzeitschulische Ausbildung mit integrierten Praxisphasen
- 3 Jahre als berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeitform (Unterrichtstage: Mittwoch und Freitag ab 16.00 Uhr und 2x im Monat Samstag Vormittag)
Zugangsvoraussetzungen:
„In die Fachschule - Sozialpädagogik - kann auch aufgenommen werden, wer […]die Berechtigung zum Führen der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte Sozialpädagogische Assistentin“ oder „Staatlich geprüfter Sozialpädagogischer Assistent“ besitzt und im Abschlusszeugnis, das diese Berechtigung verleiht, mindestens befriedigende Leistungen im Fach Deutsch, im berufsbezogenen Lernbereich - Theorie und im berufsbezogenen Lernbereich - Praxis erreicht hat,
- eine gleichwertige, für die Fachrichtung einschlägige Berufsausbildung aufweist,
nach dem Erwerb der Berechtigung zum Führen einer Berufsbezeichnung nach Nummer 1 eine mindestens einjährige für die Fachrichtung einschlägige Berufstätigkeit ausgeübt oder die Klasse 12 der Fachoberschule - Gesundheit und Soziales - in dem Schwerpunkt Sozialpädagogik erfolgreich besucht hat, wenn die aufnehmende Fachschule feststellt, dass der erreichte Bildungsstand eine erfolgreiche Mitarbeit erwarten lässt,
die Berechtigung zum Führen der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin“, „Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger“, „Staatlich geprüfte Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin“ oder „Staatlich geprüfter Atem-, Sprech- und Stimmlehrer“ oder die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Ergotherapeutin“, „Ergotherapeut“, „Logopädin“, „Logopäde“, „Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin“, „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“, „Hebamme“ oder „Entbindungspfleger“ besitzt und
a) einen von einer Fachschule - Sozialpädagogik - begleiteten Praxisanteil von mindestens 600 Zeitstunden in sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern erbracht hat oder
b) mindestens ein Jahr lang eine für die Fachrichtung einschlägige hauptberufliche praktische Tätigkeit ausgeübt hat odereinen pädagogischen Hochschulabschluss oder einen für die Fachrichtung einschlägigen Hochschulabschluss als Pflegepädagogin, Pflegepädagoge, Gesundheits- und Sozialmanagerin, Gesundheits- und Sozialmanager, Sporttherapeutin, Sporttherapeut, Bewegungspädagogin oder Bewegungspädagoge erworben hat und
a) einen von der Hochschule oder einer Fachschule - Sozialpädagogik - begleiteten Praxisanteil von mindestens 600 Zeitstunden in sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern erbracht hat oder
b) mindestens ein Jahr lang eine für die Fachrichtung einschlägige hauptberufliche praktische Tätigkeit ausgeübt hat.“
Zudem muss die persönliche Zuverlässigkeit (erweitertes Führungszeugnis) und die gesundheitliche Eignung (Immunschutz) nachgewiesen werden.
Ausbildungsinhalte & Besonderheiten:
Die Ausbildung in der Fachschule Sozialpädagogik baut auf der Erstausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin/zum Sozialpädagogischen Assistenten auf und entwickelt dort erworbene Fähigkeiten in unterrichteten Modulen weiter. Dabei steht eine ganzheitliche, individuelle und bedürfnisorientierte Sichtweise auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einem hohen Maß an Reflexionsfähigkeit im Vordergrund.
Schwerpunkte:
Entwicklung professioneller PerspektivenDiversität und Inklusion
Professionelle Entwicklungs- und Bildungsbegleitung
Pädagogische Arbeit mit Gruppen
Professionelle Gestaltung von Bildungsprozessen
Netzwerkarbeit und Qualitätsentwicklung
Individuelle Lebenslagen
Erziehungs- und Bildungspartnerschaften
Optionale Lernangebote (Ernährung im Jugendalter, Bewegungsangebote für Grundschulkinder …)
Theoretische und praktische Inhalte sind dabei eng miteinander verzahnt, z. B. durch das Modul „Reflexion der praktischen Ausbildung“.
Eigenverantwortliches Lernen wird in besonderem Maße in Form des Daltonunterrichts berücksichtigt, in welchem die Schüler:innen ihren Lernprozess selbst bestimmen. Durch diese neue Lernform ergeben sich zusätzlich individuelle Lernmöglichkeiten, die sonst im normalen Unterricht nicht leistbar sind.
Leistungsstarken Schülerinnen und Schülern ist die Möglichkeit zum Studium offen. In Kooperation mit der FHM Bielefeld bieten wir ein integratives (ausbildungsbegleitendes) oder konsekutives (sich an die Ausbildung anschließendes) Fernstudium „Sozialpädagogik & Management“ (B.A.) an.
Für interessierte Schüler:innen wird die Möglichkeit angeboten, über Erasmus+ ein vierwöchiges Auslandspraktikum in verschiedenen Ländern zu absolvieren.
Praxis & Lernorte:
Die Dauer der Ausbildung am Lernort Praxis beträgt 600 Zeitstunden. In Klasse 1 und 2 der Fachschule Sozialpädagogik erfolgt die praktische Ausbildung in geeigneten sozialpädagogischen Einrichtungen. Die praktische Ausbildung erfolgt in zwei Tätigkeitsbereichen mit Menschen in verschiedenen Altersstufen (0-3, 3-6, 6-10, 10-14, 14-21, über 21) über einen Zeitraum von je acht Wochen. Die praktische Ausbildung wird von Lehrkräften der Fachschule begleitet.
Zudem gibt es eine Vielzahl an Projekten, wie das alle zwei Jahre im Bürgergarten in Hameln stattfindende Kinderfest, die Kindergala in Kooperation mit wechselnden Grundschulen oder den Tag des sozialen Miteinanders.
Regelmäßige Einrichtungshospitationen, Vorträge Externer zu besonderen Arbeitsfeldern und Kooperationen mit Einrichtungen im Landkreis sind ebenfalls Teil des schulischen Programms.
Wege nach der Ausbildung:

Aufnahme & Bewerbung:
Bewerbungen sind bis zum 15. März eines jeden Jahres möglich.Ausbildungsbeginn: jeweils nach den Sommerferien
Bewerbungsunterlagen:
- Anmeldebogen (bei der Schule abholen oder von der Homepage herunterladen oder mit frankiertem Rückumschlag anfordern)
- tabellarischer Lebenslauf
- Kopie Personalausweis (Vor- und Rückseite) / Ausweisdokument
- beglaubigte Kopie über den Erwerb des Sekundarabschlusses I – Realschulabschluss – oder des Erwerbs eines als gleichwertig anerkannten anderen Bildungsabschluss
- beglaubigte Fotokopie des Abschlusszeugnisses der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent oder andere entsprechende Zeugnisse
- ein mit 1,80 € frankierter, an Sie selbst adressierter Rückantwortumschlag (DIN-A5-Format)
Nach Zusendung der Zusage des Schulplatzes ist der Nachweis über den Immunschutz laut Biostoffverordnung (Formular im Sekretariat oder auf der Homepage erhältlich) und ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis notwendig.
Kosten:
Die Ausbildung ist schulgeldfrei, es werden Kosten für (digitale) Schulbücher, Sachkosten und Exkursionen erhoben, die zum Ausbildungsbeginn mitgeteilt werden.
Zudem wurde im Bildungsgang der Beschluss gefasst, dass die Klassen der Fachschule in vollzeitschulischer Ausbildung als iPad-Klassen geführt werden, sodass ein iPad als Endgerät benötigt wird. Genaueres hierzu erfahren die Auszubildenden mit der Zusage des Schulplatzes.
Fördermöglichkeiten: Aufstiegsförderung gemäß AFGB im vollzeitschulischen Bildungsgang
Schulferien: Für die Fachschule gelten die Schulferien. Somit sind die Ferientage unterrichtsfrei.
Insofern die Ausbildung in berufsbegleitender Teilzeitform absolviert wird, gelten die jeweiligen Tarifbedingungen für Urlaubstage. Unterricht findet in den Schulferien jedoch nicht statt.
Für weitere Informationen stehen Ihnen Frau Hoffmann (Abteilungsleitung, Email: s.hoffmann@ess-hameln.de, Tel.: 05151-93780) oder Frau Schophaus (Bildungsgangleitung, Email: t.schophaus@ess-hameln.de) zur Verfügung.


Auskunft zu dieser Schulform erteilt:
Frau Hoffmann
E-Mail: s.hoffmann@ess-hameln.de
Telefon: 05151/9378-0
Flyer Fachschule Sozialpädagogik
Flyer Fachschule Sozialpädagogik als berufsbegleitende Teilzeitausbildung
Allgemeines Anmeldeformular
Die Anmeldung ist auch online über die Startseite der Elisabeth-Selbert-Schule möglich.
Nachweis des Immunschutzes:
Biostoffverordnung
Leistungsbewertung FSP 2021
Bewerbungen richten Sie bitte an:
Elisabeth-Selbert-Schule
Abteilung Sozialpädagogik
Langer Wall 2
31785 Hameln
Zitate von Auszubildenden:
„Die Ausbildung fördert nicht nur meine beruflichen Fähigkeiten, sondern auch meine persönliche Entwicklung. Ich habe viel über mich selbst und meine Stärken gelernt.“„Es ist schön zu wissen, dass wir mit unserer Arbeit einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben. Wir begleiten Kinder und tragen dazu bei, dass sie zu verantwortungsbewussten Menschen heranwachsen.“
„Ein Grund, warum ich die Ausbildung so toll finde, ist die Teamarbeit. Wir lernen nicht nur von unseren Lehrkräften, sondern auch von unseren Mitschülern.“
„Ich schätze es, dass die Lehrkräfte engagiert sind und uns mit Respekt auf Augenhöhe begegnen. Es herrscht eine tolle Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt und Fragen stellen kann.“
„Die Ausbildung in Teilzeitform absolvieren zu können, ermöglicht es mir auch als alleinerziehende Mutter, meine Familie zu ernähren und meinen Wunschberuf zu erlernen.“
„Die Lehrkräfte haben Verständnis für unsere Situation in der Teilzeitausbildung, dass wir Schule, Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen. Oftmals können wir gemeinsam Sonderlösungen finden.“
Das sollten Sie mitbringen:
• Einfühlungsvermögen – sich in Menschen und ihre Lebenssituationen hineinversetzen
• Geduld – jungen Menschen Entwicklungszeit geben
• Reflexionsfähigkeit – das eigene Handeln bewusst und kritisch hinterfragen
• Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit – offen und respektvoll im Dialog sein
• Wertschätzung – jedem Menschen mit Respekt, Offenheit und Toleranz begegnen