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08.02.2024

Besuch der Ausstellung Fluchterfahrung

Berührend, offen und wertvoll
 
Die Klasse SP23c besuche am Donnerstag den Ausstellungsraum am Münsterkirchhof und schaute sich die Aufsteller, auf denen Fluchterfahrungen in Schrift und Bild von Ukrainern dokumentiert waren, an. Dann kamen fünf Schüler*innen der ESS aus den unterschiedlichen Ausbildungsformen und stellten sich als Guides vor. Sie berichteten von der Dauer ihres Lebens in Deutschland und die Besucher wurden aufgefordert Fragen zu stellen. Das Spektrum der Fragen reichte von „Was war das Schwierigste hier in Deutschland für dich“ bis zu „Was hättest du für Tipps für Erzieher*innen, Lehrer*innen und Mitschüler*innen zum Umgang mit Menschen mit Fluchterfahrungen?“ Die Aussagen wurden zunehmend persönlicher und handelten von der Flucht in einem LKW, Kontakt mit bewaffneten Soldaten, von Ausgrenzung beim Fußballspielen, weil die Hautfarbe dunkel ist, es ging darum, dass Minijobs hier schwer zu bekommen sind, wenn man noch nicht superflüssig deutsch spricht, weil der Nachname Ali ist, bekam man keine Wohnung und auch Ausbildungsplätze werden nicht gern an ausländisch scheinende Menschen vergeben. Die Frage, wo man sich Zuhause fühlt, wurde wie folgt beantwortet: Hier ist meine zweite Heimat. Heimat ist, wo du dich wohlfühlst, sicher bist und wo du deine Ziele erreichen kannst. 
Als das Thema auf fehlende Verwandte, auf Verstorbene, lange nicht gesehene Großeltern usw. kam, rollten die Tränen bei der SP23c, weil die Erzählenden so authentisch berichtet, wie es die Aufsteller zur Ausstellung nicht im Ansatz können. Das Konzept, dass man mit Menschen mit Fluchterfahrung sprechen kann, ist großartig, Toleranz erweitern und kann für andere Klassen nur zu empfehlen sein.


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